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Samstag, 27. Januar 2018

Dungeons & Dragons 5 - Die Vorbereitung

Rollenspielsysteme gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Egal ob hochkomplex oder super simpel, fertige Welten oder universal einsetzbar - alle Settings der Phantastik werden bedient. Während hierzulande Das Schwarze Auge bzgl. Bekanntheit und Vermarktung dominiert und seinen Anfang in den 80gern hat, liegt der Ursprung des Tischrollenspiels noch weiter zurück. Gut zehn Jahre zuvor, 1974, erfanden Gary Gygax und Dave Arneson Dungeons & Dragons, welches heute als das erste Pen&Paper-Rollenspiel gilt. Es wurde kontinuierlich weiterbetrieben, wandelte sich über Advanced Dungeons & Dragons über DnD 3 und DnD 4 bis zur fünften Edition ab 2014. Nachdem ich mit DSA großgeworden bin und viele Abenteuer in Aventurien sowohl als Spieler, als auch Spielleiter erlebt habe, habe ich erst spät den Blick über den Tellerrand gewagt - und bin nicht enttäuscht worden. Call of Cthulhu, Macht und Schicksal, Gammaslayers und andere bekommen mittlerweile den Zuschlag, wenn Rollenspiel bei einem Spielabend auf dem Programm steht. Aber noch nie DnD gespielt zu haben - das geht nicht. Nun haben wir uns dieser rollenspieltechnischen Bildungslücke angenommen und starten mit einer Dungeons & Dragons-Kampagne.

Da ich hier zumindest vorerst nicht Spielleiter sein werde, brauche ich natürlich eine Spielfigur. Zunächst wird die Rasse ausgewählt, dann die Klasse. Inhaltlich bedient DnD die klassische High-Fantasy und hält nur wenig exotisches bereit. Voranschreitendes Alter sowie auch meine Tätigkeit als Autor haben wohl dafür gesorgt, dass ich mir sehr viel mehr Gedanken über die (mögliche) Story einer Figur mache, als früher. Wo sehe und spüre ich Inspiration für eine spannende Geschichte? Die Wahl der Rasse war erstaunlich schnell erledigt: Dragonborn hat mich sofort angesprochen, und obwohl ich noch kurz mit Dwarf geliebäugelt hatte, bin ich bei Dragonborn geblieben, zumal ich auch noch nie die Möglichkeit hatte, einen Drachenblütigen zu spielen.
Die Klassenwahl war etwas langwieriger. Die Gruppe brauchte eine kampffähige Figur, und nachdem mir reine Spellcaster für gewöhnlich nicht so liegen, kam mir das nur recht. Nach kurzer Sichtung der Möglichkeiten, Barbarian und Ranger klangen durchaus interessant, fiel meine Wahl auf Fighter, genauer gesagt: Eldritch Knight. Diese Spezialrichtung ist zwar erst mit Stufe 3 wählbar, hat mich aber sofort fasziniert.

Mein Dragonborn Fighter (Eldritch Knight) war ins Leben gerufen und ohne langes Tüfteln habe ich ihn mit Werten ausgestattet. Wichtiger war mir, wie gesagt, die Story, und da mir nicht nur DnD, sondern auch die Welt, in der wir spielen würden, fremd war, habe ich mich für eine bekannte Situation entschieden: Mein Charakter hat seine Erinnerung verloren. Er weiß nicht, wer er ist, wo er herkommt und was ihm bereits alles widerfahren ist. Noch nicht einmal seinen Namen wollte ich festlegen. Für eine angenehme und hoffentlich spannende Umsetzung im Spiel habe ich mir trotzdem etliche Charakterzüge und allgemein bzw. vage gehaltenen Fakten aus seinem Leben ausgedacht, die auf einzelnen Zetteln stehen. Sie sind über Farbmarkierungen in Kategorien unterteilt (Anfänge, Charakterisierung, ein großes prägenes Ereignis in der Vergangenheit) und beinhalten allgemeine Aussagen/Situationen/Wesenszüge hierzu, aber auch einzigartige Wendungen: Einzelne Gegebenheiten liegen in zwei bzw. drei Versionen vor (positiv, neutral, negativ) - welche Version dieses Ereignisses gezogen wird, wird Zufall sein, und letzendlich auch die Gesinnung der Spielfigur vorgeben.

Ich werde also nicht nur DnD entdecken, sondern auch meine Spielfigur, und bin sehr gespannt, ob das funktioniert. Hier geht es zum Bericht der 1. Spielsitzung!

Was haltet ihr von der Idee mit den Erinnerungsfragmenten? Wie könnte man diese Spielmechanik ausweiten oder ergänzen? Was sind eure Erfahrungen mit DnD?
Schreibt mir gerne in den Kommentaren :)

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