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Genug der Vorrede! Viel Spaß im Nerd Inn :)

Donnerstag, 22. März 2018

Leipziger Buchmesse 2018 - Von tollen Bookpeople und Wintereinbrüchen

Nachdem ich letztes Jahr nur Tagesgast bei der LBM17 war, und das sehr bedauerte, habe ich mir für dieses Jahr Donnerstag bis Samstag für die Leipziger Buchmesse 2018 Zeit genommen, und sollte nicht enttäuscht werden. Von supertollen Begegnungen und Gesprächen über Wintereinbruch und Zugchaos wurde mein Messebesuch zum echten Abenteuer.


"Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Tür hinauszugehen.
Du betrittst die Straße, und wenn man nicht auf seine Füße aufpasst,
weiß man nicht, wohin sie einen tragen."

Die Anreise verlief zunächst nach Plan und hielt sogar eine angenehme Überraschung bereit: Ich hatte vergessen, dass ich damals beim DB-Ticketkauf offenbar ein günstiges 1.-Klasse-Ticket erwischt habe und konnte mich über einen sehr komfortablen Platz im Zug freuen. Beim Bahnhof Erfurt gab es jedoch einen Zwischenfall: Schräg vor mir saß ein älteres Ehepaar, und der Mann brach in seinem Sitz zusammen und war nicht mehr ansprechbar. Während die umliegenden Fahrgäste sich um ihn gekümmert haben, bin ich losgehetzt, um das Zugpersonal zu informieren. Die Ersthelfer waren dann auch schnell vor Ort, wie auch ausgerufene Ärzte unter den Fahrgästen. Es wurde natürlich auch der Notarzt informiert - nur der kam nicht. Erst nach mehrmaligem Alarmieren und guten 40 Minuten später waren Sanitäter am Zug. Der Mann war zum Glück längst wieder ansprechbar, aber wenn es sich um einen Schlaganfall oder Herzinfarkt gehandelt hätte - nicht auszudenken. Der Zug hatte infolgedessen fast eine Stunde Verspätung, aber nicht mal im Ansatz kam Unmut darüber bei mir auf. Während die Fahrt für das Ehepaar statt in Berlin im Krankenhaus endete, konnte ich weiterfahren und kam gut in meinem Hotel an.



PAN-Starter-Kit
Ich habe es sogar noch pünktlich zu meinem Standdienst von 14-17 Uhr in der Phantastik-Autoren-Lounge geschafft, und konnte rundum zufrieden sein. Das erste "Hallo" mit bekannten Gesichtern war wunderbar und dieser Effekt sollte die nächste Zeit anhalten. Je mehr man sich kennt, desto schöner wird es, und es kommen immer weitere neue, intressante Leute hinzu. Den Donnerstag habe ich ruhig und früh ausklingen lassen, denn am Freitag hatte ich mir ein straffes Programm zurecht gelegt. Über die kühlen Temperaturen und vereinzelten Schneeflocken habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken gemacht ... In Delitzsch bin ich im Restaurant "Zur Schloßwache" eingekehrt. Allein in einer Ecke sitzend hätten nur noch Pfeife und Umhang gefehlt, um mich wie Aragorn im "Tänzelnden Pony" zu fühlen.




LBM Goes Winter

Am Freitag war ich pünktlich zu Messebeginn da, denn gleich um 10:30 Uhr ging es zu einem Vortag zum Thema "Netzwerken". Es war sehr informativ und ich war zufrieden, soweit alles gut zu machen. Netzwerken war zu Beginn meiner Reisetätigkeiten im Rahmen der Schriftstellerei absolutes Neuland für mich, und entsprechend unsicher habe ich mich Anfangs gefühlt. Aber es gelingt mir immer besser und es macht richtig Spaß. Weiter gings im Programm mit den Themen Selfpublishing, Social Media und Book Marketing. Tja, und dann war es schon später Nachmittag ... Den Rest des Tages bis zum Messeschluss habe ich in der Phantastik-Autoren-Lounge verbracht, und bin dann diesmal
Morrison's Irish Pub
Richtung Innenstadt gezogen. Das Schneegestöber wurde übrigens immer mehr, aber auch da war ich immer noch ruhig ... Für den Freitag Abend hatte ich mir vorgenommen, einen Irish Pub in Leipzig aufzusuchen, und Nahe dem Hauptbahnhof befand sich das Morrison's. Irgendwie habe ich es versäumt, zu fragen, wer noch Interesse hätte, also habe ich es einfach mal über Twitter unter dem Hashtag #lbm18 versucht - und prompt hat sich jemand gemeldet. Sebastians Hotel war nicht weit und er wollte sowieso dorthin, weil dort die Veranstaltung #9lesen stattfand (das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm). Die war jedoch schnell voll und wir haben keinen Platz mehr bekommen, also sind wir an der Bar gelandet. Dort neben uns sind wir mit Hannah ins Gespräch gekommen, und Hannah ist niemand Geringeres als die Erfinderin von monstermotivation.de - was für ein Zufall! Auch wenn wir die Lesung verpasst haben, hatten wir einen super Abend zusammen und ohne Probleme bin ich noch mit dem Zug nach Delitzsch (etwas auserhalb von Leipzig) gekommen. Aber der nächste Tag, der Samstag und auch mein Heimreisetag, wurde zur Zerreißprobe.

Nach einer guten, letzten Nacht im Hotel und einem angenehmen Frühstück bin ich mit Sack und Pack durch reichlich Neuschnee und frostiger Kälte zum Bahnhof in Delitzsch. Dort stand ein Zug, allerdings nicht der, den ich nehmen wollte, sondern noch der vorherige. Denn: Es ging nichts mehr. Zusammen mit anderen Fahrgästen, die auch zur Messe wollten, haben wir uns ein Taxi genommen und sind dann mit einiger Verzögerung dort gut angekommen. Ich hatte wieder Standdienst und mit jedem, der es zur Messe geschafft hatte, wuchs meine Panik. Weder Regionalzüge, S-Bahnen noch Fernverkehr konnte fahren. Der Leipziger Hauptbahnhof war zeitweise komplett gesperrt, und für heute Abend stand eigentlich meine Heimfahrt an. Die Lage schien sich nicht zu entspannen und somit musste ich meinen letzten Messetag leider frühzeitig abbrechen. Gegen 13:30 Uhr hatte ich das Gefühl, lieber jetzt schon zum Hauptbahnhof zu fahren, denn ich hatte den Eindruck, dass ich froh sein konnte, überhaupt noch irgendeinen Zug Richtung München zu erwischen. Am Leipziger Hauptbahnhof war natürlich Chaos und nach zwei Stunden Warten im Reisezentrum der DB wurde mir ein Zug genannt, der zufällig in 5 Minuten nach München fährt. "Wenn Sie da mitkommen, empfehle ich Ihnen den zu nehmen", hieß es und schon bin ich losgehetzt. Tatsächlich kam der Zug und fuhr Richtung Süden! In Erfurt gab es nochmal kurze Hektik, da man in einen anderen Zug umsteigen konnte, der über Nürnberg nach MUC fuhr, nicht wie der bisherige über Frankfurt, und somit gute zwei Stunden schneller war. Dann aber war alles gut, und ich war wirklich froh, es nach Hause ohne weitere Zwischenfälle geschafft zu haben. Die Hashtags #LBMGoesWinter und #Apokaleipzig hatten übrigens Hochkonjunktur ...

Mein Fazit:
Es war eine großartige Messe mit vielen tollen Begegnungen und Eindrücken, und sie hat auch mein schriftstellerisches Stimmungstief zwar nicht gänzlich, aber doch deutlich abfangen können. Nächstes Jahr werde ich sicherlich wieder hinfahren, diesmal aber bitte #LBMGoesSommer! :)

 

Kommentare:

  1. Es war schön, dich dort mal wieder getroffen zu haben!

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  2. War ein cooler Trip, cool dich kennengelernt zu haben :)
    Ausgerechnet ein Münchner ;)

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    1. Ganz meinerseits! Ja, was für ein Zufall :D Es war ein richtig toller Abend!

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