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Dienstag, 17. April 2018

RPG-Blog-O-Quest #31: Schwerter und Kanonen

Die April-Ausgabe 2018 der RPG-Blog-O-Quest #31 trägt den Titel "Schwerter und Kanonen", folgerichtig dreht es sich diesmal um Waffen. Ausgerichtet wird diese Quest von runway61 und hier sind meine Antworten:

Zunächst zwei Fragen zum persönlichen Background:

a. Welches Regelwerk spielst du am liebsten / häufigsten?
Mir gefällt momentan das Regelwerk von D&D 5. Edition sehr gut (wobei ich die vorherigen nicht kenne, also damit nicht vergleichen kann), und Star Wars: Macht und Schicksal.

b. Beschäftigst du dich auch sportlich mit Waffen? Zum Beispiel Bogenschießen, Kendo oder bist du Sportschütze?
Ich habe mich einige Jahre mit europäischem, historischem Fechten befasst (Schwert, langes Messer und Dolch), generell betreibe ich seit vielen Jahren Kampfsport bzw. Selbstverteidigungstraining. Das Waffentraining beinhaltet hier Messer und Stockkampf (Einzelstock, Doppelstock).

Jetzt kommen die Fragen:

1. In DnD unterscheiden sich die einzelnen Waffen fast nur durch ihren Schadenswürfel, in Splittermond hat eine Waffe mehr Stats als Charaktere in anderen Systemen. Shadowrun hat ganze Waffenbücher während es in Fate Core kaum einen Unterschied macht, ob man mit Fäusten, Schwertern oder schweren Maschinengewehren kämpft. Wie wichtig sind dir viele verschiedene Waffen? Wie lange ist die ideale Waffenliste?
Hier gilt bei mir: keep it simple. Ich brauche keine unzähligen Waffenarten, Gattungen und Variationen, die in ellenlangen Waffenlisten präsentiert werden. Für mich reicht eine solide Grundauswahl völlig aus, denn bei Bedarf eigene zu kreieren, ist eigentlich immer möglich. Die ideale Waffenliste passt bei mir auf eine DIN-A4-Seite.

Als Romanautor überlege ich für das Setting, welche Waffen bzw. Waffengattungen es grundsätzlich gibt. Zur echten Erwähnung bzw. Anwendung kommt aber immer nur ein Bruchteil davon, d. h. eine komplette Auflistung zu machen, wäre zwar möglich, braucht es aber nicht.

2. Die Artussage wäre nicht komplett ohne das Schwert Excalibur. Hat in deiner Rollenspielerfahrung schon mal eine Waffe eine ganz zentrale Rolle gespielt?
Bewusst erinnern kann ich mich nur an Siebenstreich bei der DSA-Borbarad-Kampagne. Ansonsten lag mein Fokus, und offenbar auch der meiner Spielrunden, immer woanders.

Ich habe bislang noch keine Geschichte geschrieben, bei der eine Waffe eine zentrale Rolle gespielt hat. Das könnte sich aber durchaus nochmal ändern, allerdings wäre dann eine bestimmte Waffe wahrscheinlich nur wichtiger Bestandteil, nicht der Dreh- und Angelpunkt. Ansonsten käme es dann doch sehr klischeehaft daher ("der eine legendäre Drachentöterspieß muss gefunden werden, um ...").

3. Dein Wüstenkrieger ist fertig erstellt, fehlt nur noch die Ausrüstung. Ikonisch wäre als Waffe natürlich ein Krummsäbel, aber die Wikingeraxt macht viel mehr Schaden! Wie sehr gerätst du in Versuchung?
Gar nicht. Wenn ich mir eine Figur samt Herkunft, Abstammung, Beruf, etc. ausgesucht habe, möchte ich diese auch im Rollenspiel darstellen. Und dazu gehört natürlich auch die passende Ausrüstung. Sollte der Charakter im Rahmen eines Abenteuers auf große Fahrt gehen, ließe sich natürlich erklären, dass er mit fremden Waffen in Kontakt kommt und diese womöglich sogar gut findet. Aber das zielt auf das Min-Max-Prinzip ab, was ich als eher darstellender Spieler überhaupt nicht verfolge.

Beim Schreiben einer Geschichte sind jedoch Abweichungen von der Norm durchaus möglich und auch wünschenswert, um Aufmerksamkeit zu erregen. Warum besitzt der Südländer eine Wikingeraxt? Welche Geschichte kann er dazu erzählen? Figuren können damit also spannend und interessant gemacht werden, allerdings muss eben auch eine stimmige Erklärung geliefert werden, sonst wirkt es willkürlich.

4. Feuerwaffen in Fantasy/Fäntelalter-Settings finde ich _________ weil…
Mit so etwas bin ich noch nicht in Berührung gekommen. Es sollte grundsätzlich zum Setting passen und deren Verbreitung/Gestaltung/Anwendung plausibel und in sich stimmig sein. Wenn es also gut eingebunden ist, hätte ich prinzipiell nichts dagegen, müsste aber erst im Feldversuch feststellen, ob mir das zusagt. Bislang assoziiere ich mit Feuerwaffen nur Sci-Fi- oder Endzeitsettings.

5. Egal ob Bogen oder Sturmgewehr: wie haltet ihr es in euren Runden mit der Munition? Wird der Verbrauch nachgehalten? Muss neue Munition gekauft / gebaut / gelootet werden?
Hier kenne ich sowohl Strichliste pro abgeschossenen Pfeil (inklusive später dem Suchen und Einsammeln), als auch das Spiel ohne wirkliches Mitzählen. Ich tendiere stark zu letzterem, da es mir als Ambientespieler mehr zuträglich ist, als zeitraubendes und bremsendes Probenwürfeln für Munitionsanfertigung, das Suchen der verschossenen Pfeile und womöglich Regeldiskussionen. Grundsätzlich möchte ich eine Geschichte erleben oder als DM eine spannende Geschichte präsentieren, keine Betreiben des Regelwerks. Die Gefahr besteht hierbei natürlich, dass Magazine und Pfeileköcher nie leer werden, und man womöglich Powergamig fördert. Die Spielrunde muss sich also in diesem Punkt einig sein, wie dieses Thema gehandhabt wird, denn wenn einer verschossene Pfeile mitzählt, und der andere nicht, wird es schwierig.

Bei diesem Punkt muss vermutlich von Genre zu Genre unterschieden werden. Verwendet man bekannte Waffenmodelle in seinem Setting, sollte die Magazinkapazität durchaus eine Rolle spielen. Auch der unendliche Pfeileköcher darf schon mal leer werden, allerdings muss sich das anbahnen. Wenn urplötzlich die Hand ins leere greift, ist es nur ein schwacher Versuch, künstlich Dramatik aufzubauen. Wenn aber dargelegt wird, wie die Pfeileanzahl rapide abnimmt, wie die Pfeile immer lockerer im Köcher umherwackeln, weil es immer leerer wird, wie der Schütze mit rasand wachsender Angst gedanklich die letzten Pfeile mitzählt, und immer noch Feinde da sind - das könnte funktionieren. :)

Bonusfrage: Die ungewöhnlichste Waffe, mit der einer meiner (N)SCs je einen Gegner überwältigt hat, war…
Da ich dem ganzen Thema Waffen nur wenig Beachtung schenke (früher war das sicherlich anders, aber es war nie wirklich stark ausgeprägt), kann ich an dieser Stelle leider keine Anekdote zum Besten geben.

Das war wieder ein spannendes Thema und wie immer ein Vergnügen, zu antworten :)

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