Hausordnung

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Freitag, 16. November 2018

Gedanken zur Digital-Offensive der Brettspiele

Die große Digital-Offensive der Brettspiele

 
Ein Artikel zur Digital-Offensive bei den Teilzeithelden hat mich zu eigenen Gedanken zu diesem Thema angeregt.

Dass die Digitalisierung bei den Brettspielen nicht Halt macht, war eigentlich klar. Zu verlockend sind die technischen Möglichkeiten, die manchmal nur Schnick-Schnack, manchmal aber eine echte Bereicherung sind. "Companion App" heißen die Anwendungen, die ein Brettspiel unterstützen oder sogar fester Bestandteil davon sind. Das erscheint die Vorstufe zur "Augmented Reality" zu sein, die sicherlich in den nächsten Jahren zum "next big thing" wird.

Ich persönlich bin da hin- und hergerissen, was ich davon halten soll. Gut, das mag auch daran liegen, dass ich die berühmt-berüchtigte Lebensmitte erreicht habe, und man da mit dem rasanten Fortschritt in allen Bereichen heutzutage wohl noch weniger mitkommt, als die Generationen vor uns (denn neu ist das Phänomen nämlich nicht). Meinem Empfinden nach hängt unser Alltag immer stärker auf Gedeih und Verderb von der Technik ab. Navigationsgeräte weisen uns den Weg, in den Thermomix müssen nur die Zutaten hinein gegeben werden, den Rest macht das Gerät alleine, über diverse Nachrichtendienste ist jeder immer überall erreichbar (und hat "gefälligst" auch gleich zu antworten), und wenn bei mir in der Arbeit das Warenwirtschaftssystem (SAP) ausfällt, steht die gesamte Firma - es geht NICHTS mehr. Und genau mit dieser Tatsache habe ich Bauchschmerzen. Verlernen wir immer mehr, uns Fähigkeiten anzueignen, die technikunabhängig sind? Sich Dinge über logische Schlussfolgerungen zu erschließen oder doch lieber schnell Google fragen? Wie wird das Wetter? App starten. Was fehlt dem Auto? Der Fehlerspeicher muss ausgelesen werden. Wie funktioniert das Brettspiel XY? Lieber ein YouTube-Video, als die Anleitung lesen.

Ich vermute, jeder verbringt heutzutage sehr viel Zeit vor einem Bildschirm, sei es Computer, Smartphone, Tablet oder - es klingt beinahe altmodisch - dem Fernseher. Eine der wenigen bildschirmfreien Bastionen wie die Brettspiele (bzw. andere Spiele am Tisch) sollen da jetzt auch fallen? Ich habe mich lange beim Pen&Paper-Rollenspiel gegen Apps gewehrt und erst D&D-Beyond hat mich schwach werden lassen. Es funktioniert ausgezeichnet - aber ich blicke wieder auf einen Bildschirm, nicht mehr auf Papier.

Die Geräte werden wohl oder übel auch hier Einzug in den Alltag halten, und der Nutzen ist wirklich sehr oft hoch. Hoch ist allerdings auch die Ablenkungsgefahr, die Smartphones ohnehin schon ständig über uns haben. Schnell die E-Mails checken, eine neue Chatnachricht, Fußballergebnisse. E-Bay-Versteigerung - nur mal kurz schauen. Wenn Tablet/Smartphone/Laptop jetzt aktiv für das Spielen verwendet werden, braucht es noch mehr Disziplin, bei der Sache zu bleiben - und bei den Freunden, den realen Menschen, mit denen man am Tisch sitzt.

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